Mallorca 2014 – Radtreff…

Nachdem der Rad-Treff 2014 noch keine Frühjahrs-Ausfahrt zustande bekommen hatte, fand also der Einstand auf Mallorca statt. Allerdings war für den Anreisetag (Donnerstag 27.3.) Streik auch am Stuttgarter Flughafen angekündigt, also war die Nacht etwas unruhig, und kurz dazu. Um 3:00 aufstehen für die Flieger um 5:50. Aber dann alles ruhig in Stuttgart und Ankunft in Palma um 7:50 und um knapp 9:00 mit dem Transfer nach Can Picafort…

… langer Bericht von Herbert.

… Was denn … Regen? Was soll das denn! Aber OK…, um 12 hat es aufgehört und 2 Stunden später war nicht nur die Sonne draussen sondern auch die Straßen trocken genug… Damit auf nach Cala Sant Vincenç…

Cala Sant Vincenç 2014

Cala Sant Vincenç 2014

An den ersten 3 Tagen ging es schon ganz gut zur Sache… hätte der Autor doch besser den Winter über etwas mehr getan… so aber fing es recht hart an: 87km, dann 90km, und dann 111. Nicht schlecht zum Einstieg. Aber für den vierten Tag war Pause geplant… und das Wetter hat die Gelegenheit genutzt die Straßen mit einem Tag Regen abzuwaschen.

Als nächstes ging es zum Sant Salvador. Scheinbar waren wir recht früh dran, es waren bei der Auffahrt nur wenige Gleichgesinnte unterwegs. Erst bei der Abfahrt nahm dann doch der Verkehr zu… es müssen hunderte nach oben geradelt sein. Das Wetter war ganz gut, aber da der erste Abschnitt weniger als ein Drittel der Tagestour ausmachte, ging es nach kurzer Pause weiter. Letztlich wurden es 143km und 1650 HM bei einem Schnitt von 25,2 km/h.

Am Dienstag dann das erste mal an der Sierra Tramuntana schnuppern. Über Bunyola nach Orient, auch so eine Klassiker-Tour. Da in Orient am Café viel los war sind wir gleich wieder über die super Abfahrt runtergefahren. Ausnahmsweise kann ich sowas nutzen um unten zu warten, während die Anderen immer oben auf mich warten müssen… 😉

Andy, nach der Abfahrt von Orient -> Alaró, 2014

Andy, nach der Abfahrt von Orient -> Alaró, 2014

Dann gings weiter nach Inca zur Kaffee Pause und so gestärkt dann auch noch auf den Puig de Inca, als ob die Tour sonst zu kurz gewesen wäre…

Auf dem Puig de Inca 2014, Andy und Jürgen

Auf dem Puig de Inca 2014, Andy und Jürgen

Die Tagestour hat sich dann auf 120,5 km mit 1450 HM und einem Schnitt von 23,2 km/h summiert.

Am Mittwoch dann lang und flach. Oder? Hmm, lang ja, flach ist Definitionssache. Zuerst zum Randa, das ging ganz gut. Mit der Anfahrt von Montuïri ist der Anstieg gut zu fahren, angenehme Steigung zum Einrollen, bevor es dann in Randa richtig rauf geht… Rollerberg 😉 soweit OK. Dann in Richtung Santanyi und weiter nach Cala Figuera. Dieser zweite Streckenabschnitt war ziemlich ätzend, wir hatten reichlich Gegenwind. Aber dann zum Trost: Sonne in Cala Figuera für ein Päuschen…

Cala Figuera 2014, Herbert, Jürgen, Ralph und Andy

Cala Figuera 2014, Herbert, Jürgen, Ralph und Andy

Zuerst Sonne und als könnte es nicht besser werden, hatten wir für den Rückweg dann die meiste Zeit Rückenwind… gibts das auch 😉 . Nachdem der Schnitt zwischendurch unter 22km/h lag und bei Cala Figuera nur knapp drüber, war der Rückweg ein Genuss. Die Tourdaten: 160,2 km mit 1750 HM und einem Schnitt von 25,0 km/h. Wir müssen den Rückweg mit einem Schnitt über 30 geflogen sein.

Nach drei Tagen Fahren war dann wieder ein Tag Pause geplant, und prompt regnete es wieder. Zunächst hat es es Freitag weiter geregnet… aber so gegen Mittag hat dann zuerst der Regen aufgehört und als wir gegen 14:00 los geradelt sind, kam sogar die Sonne raus. Also haben wir die Ausfahrt zur Eremita Betlem nachgeholt. Beim Rückweg müssen wir eine Abbiegung auf einen Radweg verpasst haben. Die “Straße”, die wir dann über 10km durchhalten mussten ist höchstens als Referenz-Test-Strecke für MTB-Fully’s zu gebrauchen. Übel. Tages-Leistung trotzdem: 111,7km mit 1650 Höhenmetern und 23,9 km/h.

Dann die erste Königsetappe: Über Valdemossa nach Soller, also 2 Pässe. Für die Anfahrt haben wir diesmal nicht den “langen Radweg” gewählt sondern von Sineu auf dem “Highway” in Richtung Santa Eugenia… „wellig“ (au, wie ich das liebe) aber guten Asphalt und damit recht schnell. Der Anstieg nach Valdemossa ging dann recht gut, ist angenehm zu fahren (Rollerberg?), insgesamt nicht so steil wie befürchtet. Das Städtchen ist wirklich nett, nur zu sehr von Touristen überlaufen.

Valdemossa, 2014

Valdemossa, 2014

Also weiter in Richtung Deia nach Soller. Davor hatte ich Bammel, da die “Wellen” in der Sierra Tramuntana mich oft ziemlich fertig machen (giftig rauf, kurz runter, giftig rauf, … usw. usw.)… aber dem war nicht so. Einmal noch rauf direkt hinter Valdemossa aber dann flach weiter, bzw. abwärts bis Soller. SCHÖN 🙂 … dann noch den Soller-Pass, das erste Mal für mich von Soller aus. In diese Richtung ist er etwas steiler als von Bunyola aus, aber trotzdem OK und im Rhythmus zu fahren.

Soller Pass 2014, Jürgen und Ralph

Soller Pass 2014, Jürgen und Ralph

Das war also die erste Königsetappe: 160,5 km mit 2100 Höhenmetern und 24,2 km/h Durchschnitt.

Nach einer Königsetappe… erstmal einen Tag etwas erholen, also Erholungs-Training: mal wieder an die Küste (Colonia Sant Pere), im Gebirge wäre Sonntags ohnehin zu viel los. So flach es geht und Kaffee/Kuchen in Petra. Tagesetappe: 110,5 km mit 1290 Höhenmetern und 25,4 km/h Schnitt.

Montag: 2. Königsetappe! Nachdem die Tour letztes Jahr wirklich toll war, wiederholen wir die Route von 2013… Wieder in Richtung Bunyola (aber über den Highway, wie schon 2 Tage vorher) und dann über den Soller-Pass nach Soller. Küsten-Nebel… wir haben nicht den allerbesten Tag erwischt. Durch den Nebel war es wirklich kalt, wir konnten dann auf dem Schiff nicht oben im Freien sitzen, sondern mussten drin bleiben. Außerdem haben wir uns ein klein wenig verrechnet, offensichtlich sind wir im letzten Jahr deutlich früher aufgebrochen… wir waren erst ca. 12:40 am Hafen in Soller und haben das Schiff um 13:00 also “so gerade noch bekommen”, viel Luft war da nicht mehr… Egal, geklappt. In Calobra war zwar auch Nebel, aber nach den ersten 50 Höhenmetern war der überwunden, und dann ging es bei tollem Sonnenschein nach oben… Temperatur optimal um nicht allzu sehr ins Schwitzen zu kommen 😉 Na ja, 7% Steigung mit 700 Hm bring mich dann doch ziemlich außer Puste. So sehr, dass ich oben nur noch ans Schnaufen, was zu trinken kaufen gedacht habe, aber nicht ans fotografieren… Deshalb Eindrucksbild vom letzten Jahr:

Auf der Rückfahrt haben wir dann noch einen kleinen Schlenker ans Kloster Lluc gemacht um dort kurz zu verschnaufen. Tages-Leistung: 143,4 km mit 2140 Höhenmetern und 22,8 km/h Schnitt.

Für die Gruppe war dann der Dienstag zum Ausrollen: kleiner Ausflug in Richtung Cap Formentor. Aber nur bis zur ersten Aussichtsplattform, die gesamte Tour ans Cap war uns zu anstrengend. Das bleibt mir also noch aus Anreiz fürs nächste Jahr.

Aussichtsplatform 1 auf dem Weg nach Cap Formentor, 2014

Aussichtsplatform 1 auf dem Weg nach Cap Formentor, 2014

Da Jürgen, Andi und Ralf am Mittwoch abgereist sind, durfte ich mir allein in meinem Tempo nochmal eine kleine Tour vornehmen… dafür habe ich mir nochmal das Kloster Lluc vorgenommen, aber mit Zeit für eine kleine Besichtigung. Aber zuerst musste ich dafür über Caimari über einen Pass:

Coll de sa Batalla von Caimari zum Kloster Lluc, 2014

Coll de sa Batalla von Caimari zum Kloster Lluc, 2014

War ganz gut zu fahren, nur am ersten Anstieg war arg viel Verkehr, Radler, Autos und Reisebusse 🙁 … Gott-sei-Dank hat sich das nach einem Kilometer aufgelöst. Am Kloster habe ich mir dann eine Stunde Zeit genommen und mich etwas umgeschaut. Tagesetappe: 100,6 km (ich musste auf dem Rückweg ein paar Umwege fahren, sonst wäre ich nur auf ca. 85km gekommen) und geschätzten 1200 Höhenmetern mit 24,2 km/h Schnitt.

Donnerstag dann “richtig” ausrollen: 61,7 km mit geschätzten 500 Höhenmetern und 25,7 km/h. Kurzer Besuch beim Roadbike-Festival und die neuesten Schätzchen zu besichtigen 🙂 . Träumen reicht, gekauft habe ich nichts (Kreditkarte im Hotel vergessen).

Für mich war das ein sehr hartes Frühjahrs-Training. Bin mit nur 3-4 kleinen Touren als Vorbereitung angereist und Jürgens Touren waren für mich “heftig”. Trotzdem sehr genossen!!!

Fazit:

  • 13 Touren mit gleich 2 “Königsetappen”
  • 1.505,8 Kilometer
  • 62 Stunden, 20 Minuten als reine Fahrzeit
  • 18.450 Höhenmeter

Ich freue mich schon aufs nächste Mal!

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Herbert

RSG Mitglied, Radtreff Organisator und Website-Admin bei RSG-Böblingen
Schwabe in den Besten Jahren 🙂

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