Nach den Partnerstadt-Touren nach Alba (2004) und Krems (2005) ging es dieses Jahre nach Pontoise, der Partnerstadt in Frankreich, nördlich von Paris gelegen. Nicht auf dem direkten Weg, sondern wie üblich abseits der Hauptstraßen über den Schwarzwald, die Vogesen, durch die Champagne … eine sehr anstrengende Tour über fast 800km in 5 Tagen.

Los ging es am Sonntag, 23. Juli, am Vereinsheim des RSG im Zimmerschlag in Böblingen. Gleich die erste Tagesetappe hatte es wirklich in sich. Es ging über den Schwarzwald in Rheintal. Dabei haben wir kaum Täler und Höhen ausgelassen… Der Tacho am Etappen-Ziel in Wyhl zeigte 193km. Das Wetter hat uns einerseits verwöhnt aber auch geschlaucht: Es hatte deutlich über 30°C im Schatten, und den hatten wir im Schwarzwald ab und zu über die ersten 120km, aber danach im Rheintal konnten wir voll die Sonne genießen. Das Apfelsaftschorle, bzw. Hefe-Weizen im Hotel hat geschmeckt…

Der zweite Tag hatte es kaum weniger in sich. Das Wetter blieb uns über die die gesamte Tour treu, und so ging es am zweiten Tag nach Frankreich. Obwohl nun Montag war, hielt sich der Verkehr in Grenzen, die Route war sehr gut gewählt, und führte uns 153km über die Vogesen. Landschaftlich reizvoll, und wie schon am Tag zuvor im Schwarzwald, ging es über jede Menge Anstiege und Abfahrten bis zum Tagesziel in Mirecourt.

Die dritte Tagesetappe führte über 175km von Mirecourt nach Virty le Francois. Nach den beiden langen und schweren Etappen zuvor, war nun erhebliches Sitzfleisch nötig. Nach den Vogesen hatten wir nun deutlich weniger Schatten, bei 35°C kein Zuckerschlecken, auch wenn weniger Höhenmeter zu überwinden waren.

Der Trend der dritten Etappe setzte sich am vierten Tag fort, die 156km von Virty le Francois nach La Ferte sous Jouarre führten uns durch die Champagne. Was sich reizvoll anhört, war es auch zum Teil. Die Fahrt durch die Weinberge war durchaus interessant. Jedoch hatten wir wieder ca. 35°C und in den Weinbergen hat es keine Bäume und damit keinen Schatten. Außerdem führen die Straßen durch die Weinberge ständig bergauf und bergab. Wir hatten am Abend eine ganz schöne Menge Höhenmeter in den Beinen. In unserer Heimat finden sich auch in kleineren Dörfern häufig Biergärten, in der Champagne konnten wir keine finden. Wein- oder Champagner-Verkostung bot sich aber auch nicht an, zum einen konnten wir am Weg nichts einschlägiges finden, außerdem vertragen sich solche Tröpfchen nicht gut mit dem Rennrad-Fahren bei Hitze. 😉

Damit blieb uns am fünften Tag noch eine Etappe „rund um Paris“, also in einem Bogen von Süden kommend östlich um Paris herum nach Pontoise. Zum Abschluss eine etwas kürzere Etappe von rund 110km.
Am nächsten Tag fand ein Empfang im Rathaus von Pontoise statt. Die Stadtverwaltung hat danach auch noch eine Stadtführung für uns organisiert, inklusive Führung durch Katakomben der Stadt.

Wenn man schon so lange Wege auf sich nimmt, dann muss man die Nähe zu Paris natürlich nutzen. Ein Tag Sightseeing war also ebenfalls geplant. Die meisten von uns haben dazu den Zug genutzt um nach Paris zu kommen, da wir den Straßen einer solchen Großstadt nicht so recht trauen wollten. Aber 3 Unermüdliche nahmen die Rennräder … und waren begeistert. Paris ist deulich Rad-freundlicher also so manche deutsche Großstadt, es gibt Rad-Wege und abgesetzte Rad-Streifen, mit entsprechenden Ampeln, und sogar große Hauptstraßen lassen sich befahren. Natürlich muss man aufpassen, aber doch sind Autofahrer in Paris eher aufmerksam den Radfahrern gegenüber.

Bildergalerie der Rad-Touren

Etappen: (insgesame 787km)

  • Von Böblingen nach Wyhl, 193km
  • von Wyhl nach Mirecourt, 153km
  • Von Mirecourt nach Virty le Francois, 175km
  • Von Virty le Francois nach La Ferte sous Jouarre, 156km
  • Von La Ferte souse Jouarre nach Pontoise, 110km

Paris:

 

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Herbert

RSG Mitglied, Radtreff Organisator und Website-Admin bei RSG-Böblingen
Schwabe in den Besten Jahren 🙂